Auf unserer Seite Maschinenportaits findet man den Unterpunkt Dateneingabe. Hier sind wir zwar auf eher seltene Möglichkeiten der Dateneingabe eingegangen, aber auf eine sehr wichtige Form überhaupt noch nicht, nämlich die Computermaus. Sie ist neben der Tastatur wohl diejenige Eingabemöglichkeit, ohne welche wir heute kaum mit dem Computer arbeiten möchten. Im Prinzip ist sie auf dem Tablet konzeptionell immer noch vorhanden, auch wenn das Touchpad äusserlich kaum Ähnlichkeit mehr mit der klassischen Maus hat.
So erstaunt es doch immer, dass es zu Beginn des Computerzeitaltern die Computermaus noch gar nicht gab. Die Eingabe erfolgte über die Tastatur oder noch früher umständlichüber Lochkarten. Eine grafische Eingabe erfolgte mit einem Lichtgriffel. Erst mit der Entwicklung der graphischen Oberfläche bekam die Maus mit dem Mauszeiger auf dem Bildschirm ihren Sinn, denn nun konnte man einen Befehl durch Anzeige und Mausklick (später nur noch Klick genannt) einen Befehl auslösen, anstatt in einer Befehlszeile ein Wort einzugeben und mit dem Tastendruck Return (vom Wagenrücklauf der Schreibmaschine entlehnt) abzuschliessen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, auf der Mustermesse in Basel – es muss so 1990 gewesen sein – den ersten Mauszeiger auf dem Bildschirm eines Mac Classic gesehen zu haben.
Als ganz am Beginn der Dateneingabe durch ein externes Gerät ist der Trackball zu nennen. Der erste bekannte Trackball entstand 1952. Er wurde von einem Team um Tom Cranston und Fred Longstaff für die kanadische Marine entwickelt und war kein Computer-Eingabegerät für Benutzer, sondern ein militärisches Steuergerät und wurde zur Positionsbestimmung auf Karten benutzt. Ein Trackball ist technisch betrachtet eine umgedrehte Kugel-Computermaus.
Die ersten Geräte, die man als Computermaus bezeichnen kann, waren wurden von D.C. und W. Engelbert 1963 gebaut und 1968 vorgestellt. Fast zeitgleich präsentierte Telefunken die Rollkugelmaus von R. Mallebrain. Aber erst die von der Firma Logitech entwickelte P4 Maus war käuflich zu erwerben. Sie revolutionierte die Dateneingabe am PC. Vergessen wir dabei nicht, dass Logitech eine Schweizer Firma ist!
Auch wenn die Rollkugelmaus wenig Platz benötigt und sehr präzise arbeitet, hat sich die externe Computermaus durchgesetzt, weil sie intuitiv besser zu bedienen ist. Das gilt sowohl für die mechanische Maus (die Drehung eine internen Kugel durch die Bewegung über die Arbeitsfläche wird auf zwei Walzen übertragen), wie auch für die sog. optische Maus, bei welcher ein winziger Infrarotsensor die Bewegung über eine Fläche erfasst.
unsere P4 Maus von Logitech
Wir haben eine solche P4 Maus und könnten sie auch zeigen, aber leider fehlt die zugehörige Interface-Box, welche die Daten von der Maus in den Computer überträgt. Das aber widerspricht unserer Maxime, nach Möglichkeit keine „toten“ Geräte zu präsentieren. Aber vielleicht treiben wir ja ein solches Interface noch auf.
Zeigen können wir natürlich die Nachfolger der ersten Computermäuse, von Logitech, Apple u.a.m., denn wir haben natürlich an vielen Geräten eine Maus in Betrieb, von den ausgestellten Geräten bis zu unseren Arbeitscomputern, so auch die Computermäuse von Apple. Die Lisa ist ohne eine solche nicht zu bedienen. Und auch bei den Apple Macintosh Geräten wie dem Mac Cassic sieht man sie bei uns in der Ausstellung, wo sie immer noch im Einsatz ist. Allerdings hat sie, wie bei der Lisa, nur eine einzige Taste ("Think different...").
Lisa mit der ersten Applemaus. Sie hat nur eine Taste.
Hier nun eine Auswahl von typischen Computermäusen, wie sie bei uns im Museum anzutreffen sind, zusammen mit den ausgestellten Geräten. Den Anfang machen 4 Computermäuse von Apple Geräten, gefolgt von verschieden Mäusen anderer Computer.
Intergraph Maus mir 3 Tasten
Maus am Olivetti PC
Genius Maus am Commodore PC
Zum Abschluss ein kleiner Gag, eine Computermaus, die in einer Mausefalle gefangen ist.