Am Anfang war das Loch, das heisst nicht nur eines, sondern viele, die sich auf einer Karte, der sog. Lochkarte befanden, letztere in ihrer Grösse dem 100 Dollarschein nachempfunden von einem HerrnHollerith, der sie vor 150 Jahren einsetzte, um in den USA eine Volkszählung in vernünftiger Zeit auszuwerten.
Wie später – auf unserer Seite bei der Tastatur oder der Maus beschrieben - ermöglichte die Lochkarte, die auf ihr durch Löcher und Nichtlöcher eingegebene Daten maschinell zu verarbeiten und zu speichern.
Wir haben in unserer Lochkarten Abteilung ein solches Gerät im Einsatz, um für das Programm zur Berechung der Wochentage der Geburtstage eines Menschen Name und der Geburtsdatum entgegenzunehmen. Dieses funktioniert relativ bequem, denn über die zugehörige Tatstatur können Zahlen und Buchstaben direkt eingeben werden, die Maschine übersetzt sie dann in Löcher. Sie ist also recht modern.
Typenschild zu IBM Punch Card 29
Daneben haben wir noch drei weitere Geräte, die wesentlich älter sind, ein Standgerät und zwei Handlocher. Über ersteres haben wir bereits unter IBM Modell 031 berichtet. Noch älter sind die zwei Handlocher, die nicht so bequem in der Handhabung sind.
Hier nun einer von unseren Handstanzern. Bei diesem Gerät aus dem Jahr 1935 muss man genau wissen, welche Tastenkombinationen nötig sind, um etwa die Codierung in Form von Löchern eines Buchstaben oder einer Zahl zu erzeugen. Es stammt – wie das Typenschild ausweist – von IBM Deutschland. Anscheinend musste es wie unsere Grossmaschinen gemietet werden. Die Tasten werden elektrisch betrieben. Der Vortrieb kann unterbrochen werden für mehrere Löcher in einer Spalte.
Unser Lochkartenstanzer wahrscheinlich aus der
IBM 01x-Serie, eher selten gewordenes Stück früher Bürotechnik
Typenschild dazu. Es fällt auf, das mehrmals auf das Eigentum hingewiesen wird.
Noch älter ist dieser Lochlartenstanzer. Er funktioniert rein mechnisch. …
Noch älter ist dieser Lochkartenstanzer, der rein mechanisch funtioniert. Auch hier kann man nur die Positionen auswählen, an denen ein Loch entstehen soll. Bei den meisten Tasten erfolgt anschliessend ein Vortrieb um eine Spalte. Benötigt man in einer Spalte mehrere Löcher übereinander, so muss gleichzeitig die Haltetaste gedrückt werden, damit der Vortrieb unterbleibt.